Data Warehouse und Reporting bei Air Berlin | ||
| KundenprofilAir Berlin ist die zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands. Seit Mai 2006 ist der Konzern börsennotiert. Im vergangenen Jahr beförderte Air Berlin insgesamt 28,6 Millionen Passagiere weltweit. Das Unternehmen beschäftigt rund 8.200 Mitarbeiter. Allein in 2008 erhielt Air Berlin mehr als 10 Auszeichnungen für Service und Qualität. Mit einem Durchschnittsalter von nur 4,6 Jahren verfügt Air Berlin über eine der jüngsten Flotten in Europa. Ihre modernen Jets sorgen durch ihren sparsamen Kerosinverbrauch für eine nachhaltige Reduzierung von Schadstoffemissionen im Luftverkehr. | |
Die Lösung im ÜberblickMit Unterstützung von pmOne hat Air Berlin ein konzernübergreifendes Informations- und Steuerungssystem realisiert. Weil Unternehmen und Marktumfeld einem ständigen Wandel unterliegen, wurde mit dem Datawarehouse ein Fundament geschaffen, das sich auch in Zukunft thematisch und organisatorisch ausbauen lässt. Eine Lösung mit Weitblick, die sich jedoch schon nach wenigen Monaten bewährt hat – nämlich indem sie bereits im ersten Jahr einen Beitrag zum Turnaround des Unternehmens geleistet hat. | ||
| Zusammenhänge erschließen und nutzenDie Fluggesellschaft Air Berlin ist in den letzten Jahren stark gewachsen und hat binnen weniger Jahre mehrere Airlines übernommen. So kamen mit der Übernahme der dba innerdeutsche Linienflüge hinzu, die LTU brachte ein umfangreiches Fernstreckenflugnetz mit ein. Im Zuge dessen hat sich nicht nur das Portfolio erheblich erweitert, sondern auch die Datenmenge, die der Konzern zu verarbeiten hat. Für das zentrale Controlling bedeutete das insbesondere, Daten aus hinzu gekommenen Gesellschaften und fremden Systemen in den Konzern zu integrieren und neue Geschäftsabläufe abzubilden. Um mehr Konsistenz in die Konzerndaten zu bringen, sollte ein neues, unternehmensweites Datawarehouse aufgesetzt werden. Dessen Ziel war es, die Geschäftsvorfälle der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft möglichst umfassend abzubilden. Sämtliche Bereiche, die mit Unternehmensdaten zu tun haben, sollten unterstützt und mit steuerungsrelevanten Informationen versorgt werden. | |
| Saubere Basis ist das A&OAusschlaggebend für das Gelingen des Projekts sei vor allem die intensive Konzeptionsphase gewesen, so Glüsing rückblickend. Für diesen Abschnitt nahm sich das Team etwa drei Monate Zeit. Schließlich sollte die Basis solide genug sein, um auch in ein paar Jahren noch darauf aufbauen zu können. In diesem Stadium ging es darum, die klaren Vorstellungen, die die Verantwortlichen bei Air Berlin hatten, in ein logisches, in sich konsistentes Modell umzusetzen. Zudem mussten die Daten einheitlich in das Datawarehouse überführt und dann – unter Berücksichtigung etlicher Dimensionen – zu Kennzahlen und Berichten aufbereitet werden. Wichtig dabei war es, unterschiedliche, interne Zielgruppen und deren spezifische Fragestellungen und Bedürfnisse zu berücksichtigen. Von Interesse waren z.B. Informationen über Treibstoffverbrauch sowie der Verkaufserlös pro Passagier oder aber auch die Anzahl der Flüge, die in einer bestimmten Periode mit einem bestimmten Flugzeugtyp erfolgen. Weil sowohl Umsätze als auch Kosten in die Berechnungen einfließen, lag es nahe, eine durchgängige Streckenergebnisrechnung einzurichten, die Auskunft über die Profitabilität von Flügen gibt. Die hochkomplexe Lösung enthält neben aktuellen auch historische Daten, die es jederzeit ermöglichen, den aktuellen Buchungsstand eines Fluges mit dem eines früheren Zeitraums zu vergleichen – selbst wenn sich Parameter wie die Kapazität eines Fluges ändern. Sollte der gebuchte Flug von der tatsächlichen Flugsituation abweichen, z.B. weil wegen Nebels ein anderer Abflughafen gewählt wird, muss das System auch das abbilden können. Entsprechend umfasst das Datawarehouse derzeit ein Volumen von etwa einem halben Terabyte. | |
Beitrag zum wirtschaftlichen ErfolgNach einem Jahr Projektlaufzeit ist inzwischen eine breit angelegte Grundlage geschaffen, die nun Zug um Zug ausgebaut werden soll. „Wir haben mit den Dingen begonnen, von denen wir uns unmittelbare Wertschöpfung versprochen haben. Jetzt wenden wir uns den etwas kniffligeren Angelegenheiten zu“, erläutert Claus Glüsing. Damit meint er eine detailliertere Darstellung der Daten, die dann bis auf die Ebene des einzelnen Passagiers reichen soll. | ||
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